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Richter-Fenster (3)

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aus: Kirchenzeitung für das Erzistum Köln, Nr. 35/2007

Symphonie des Lichtes

Gerhard Richters Domfenster wurde gesegnet

KÖLN. (RB) 370 000 Euro hat das fast 19 Meter hohe und 9,32 Meter breite, aus 11 263 Quadraten in 72 Farbttönen bestehende Fenster gekostet, das nach den Entwürfen Gerhard Richters gefertigt und anstelle der Nachkriegsverglasung in das Südquerhaus eingebaut wurde. Geld, das weder aus dem Haushalt des Doms oder aus der Kasse des 

Zentral-Dombau-Vereins geflossen ist, sondern ausschließlich von mehr als 1000 Spendern aufgebracht wurde. Damit wird mit dem “Richter-Fenster” an eine Tradition angeknüpft, die im 19. Jahrhundert entscheidend dazu beigetragen hat, dass der Dom vollendet werden konnte: Die Beteiligung der Bevölkerung am Gelingen des großen Werkes.

In einem feierlichen Gottesdienst, in dem das von Domkantor Oliver Sperling eigens für diesen Anlass komponierte Klanginstallation “Speculum lucis” uraufgeührt wurde, stellte Künstlerseelsorger Prälat Joseph Sauerborn in seiner Predigt das neue Fenster “in eine bewusste Beziehung zur Farbenwelt und Architektur des Doms”. In seiner überwältigenden Farbenfülle sei es selbst “eine Symphonie des Lichtes, in der alle Farben des Doms erklingen”. Die vibrierende Farbdichte zwinge keine Deutung auf. Sie sei offen und schenke dem Licht Raum, in der Vielfalt der Farbnuancen aufzuscheinen. “Es ist ein Fenster der Moderne, seine Ästhetik zeugt davon und seine Entstehungsweise”, so der Domkapitular.

Und was sagt der Künstler Gerhard Richter zu seinem Werk: “Es ist nicht misslungen.” Seit dem vergangenen Samstag kann sich jeder Besucher des Doms eine eigene Meinung bilden.

© 2007  byKirchenzeitung für das Erzbistum Köln

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