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Programm

Stadtpark 31, 53359 Rheinbach, Telefon 02226 - 9224-0

Schulprogramm 2004

 

    Inhalt:

Die religöse Dimension der Erziehung

Erziehung zu gesellschaftlicher Verantwortung

Das St.-Joseph-Gymnasium - eine Mädchenschule

Eine Erziehungsgemeinschaft von Lehrern, Lehrerinnen, Eltern und Schülerinnen

Kreatives Lernen und Förderung der Kreativität

Projektunterricht und Projekttage

Pädagogische Schwerpunkte

Sexualerziehung

Klassen- und Kursfahrten

Die einzelnen Unterrichtsfächer

 

 

Die religiöse Dimension der Erziehung

 

Das Erzbischöfliche St. Joseph - Gymnasium Rheinbach ist als katholische Schule Teil einer größeren Gemeinschaft. Die Verbindung zu anderen katholischen Schulen und die Einbettung in den weltweiten Raum der Kirche bieten besondere Chancen, die wir mit den Schülerinnen nutzen wollen.

 

Die religiöse Dimension prägt durchgängig das Erziehungsumfeld unserer Schule und die umfassende Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen, die sie besuchen. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese spezifische Eigenart an ganz verschiedenen Zeugnissen christlicher Haltung erkennen können, an sakramentalen Zeichen ebenso wie in der christlichen Prägung der Wertvorstellung oder an einem hilfsbereiten und persönlichen Verhalten aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten. Damit dies gelingt, müssen Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und die älteren Schülerinnen eine wichtige Vorbildfunktion im täglichen Umgang miteinander übernehmen.

 

Unsere Arbeit ist einer personalen, dialogischen und ganzheitlichen Pädagogik verpflichtet, die nicht nur Wissen vermitteln will, sondern die Schülerinnen ermutigt, ihr Leben aus einer geistigen Mitte zu gestalten. Im Glauben an den Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, bemühen wir uns darum, den Schülerinnen ein reifes Verständnis der menschlichen Person mit ihren verschiedenen Kräften und Aufgaben zu ermöglichen - Freiheit, Intelligenz, Willenskraft, Gefühle, Kreativität, soziale Verantwortung - und so Glauben, Kultur und modernes Leben in eine zeitgemäße harmonische Verbindung zusammen zu führen. Dabei ist für uns selbstverständlich, dass unsere nicht-katholischen Schülerinnen zu allen Angeboten eingeladen sind und wir sie unsererseits in ihrem religiösen Engagement unterstützen.

 

Eine umfassende Bildung ist nach unserem Verständnis ohne religiöse Erziehung nicht zu erreichen. Die Schulpastoral ist deshalb integraler Bestandteil unseres Schulkonzepts. Sie ist Lebenshilfe durch Glaubensvermittlung mit dem Ziel, die Schülerinnen zu einem Leben im Vertrauen auf Gott und nach dem Vorbild Jesu Christi anzuleiten. Sie leistet ihren spezifischen Beitrag zur religiösen Individuation und Sozialisation der Schülerinnen. Die Schulpastoral bezieht die Lehrkräfte und Eltern ein.

 

Der Religionsunterricht ist für alle Schülerinnen verpflichtend und wird als katholischer und evangelischer Unterricht erteilt. Die religiöse Grundprägung wird jedoch nicht nur im Fach Religion, sondern fächerübergreifend in vielen anderen Unterrichtszusammenhängen und Projekten erfahrbar.

 

Unser Schulseelsorger unterstützt Lehrerinnen und Lehrer bei der Planung und Durchführung verschiedener Angebote, die mit Rücksicht auf die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Schülerinnen konzipiert werden.

Besinnungstagen, Exerzitien und dem Sozialpraktikum kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Neben den Schulgottesdiensten entwickeln wir auch andere Formen religiöser Übungen und der Meditation. Diese Angebote der Stille und der Konzentration stärken nach unserer Erfahrung die Schülerinnen in ihrer persönlichen Entwicklung und bieten einen hilfreichen Kontrast zum schnelllebigen Alltag. Die regelmäßige Beteiligung an Wallfahrten oder Katholikentagen soll unseren Blick öffnen für die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft aller Christen. Wir möchten auch erreichen, dass das Kirchenjahr mit seinen Feiern und besonderen Zeiten im Leben unserer Schule deutlich sichtbar wird. Der 19. März, der Namenstag des Heiligen Joseph, wird deshalb als besonders herausgehobener Tag begangen.

 

 

Erziehung zu gesellschaftlicher Verantwortung

 

Fast alle unsere Handlungen haben Auswirkungen auf unsere Mitmenschen und auf unsere Umwelt. Im 21. Jahrhundert gilt dieser Zusammenhang sogar weltweit. Der Einsatz für „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ entspricht unserem Verständnis einer zukunftsfähigen, christlichen Verantwortung für die Welt. Daher möchten wir im schulischen Alltag das Erlernen jener Inhalte und Kompetenzen ermöglichen, die nötig sind, um einen Beitrag zur Erhaltung von Mensch und Schöpfung leisten zu können. Dieses Konzept bedeutet eine besondere Akzentuierung der Unterrichtsinhalte, ist aber nicht auf einzelne Fächer beschränkt, sondern fördert als durchgehendes Unterrichtsprinzip die Fähigkeit, Probleme in einem weltweiten Zusammenhang zu sehen und entwickelt die Bereitschaft, sich individuell zu engagieren.

 

Beispielsweise beschäftigen sich die Naturwissenschaften verstärkt mit Fragen der Energieversorgung und Zukunftstechnologien oder die Gesellschaftswissenschaften greifen gezielt entwicklungspolitische Themen auf.

 

Ein Engagement für die Eine Welt und den Ausgleich internationaler Ungerechtigkeit ist nur glaubwürdig, wenn wir uns zugleich bei uns für eine gesellschaftliche Entwicklung einsetzen, die die Lebenschancen in anderen Teilen der Welt und die Optionen späterer Generationen verbessert. Dies konkretisiert sich im außerunterrichtlichen Bereich u.a. in einem verbindlichen Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 11, in den Aktivitäten des Entwicklungsprojektausschusses (EPA) und in den Kontakten und Partnerschaften mit Schulen anderer Länder. Unser ökologisches Engagement zeigt sich im Schulalltag im verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und Energie.

 

 

Das St.Joseph - Gymnasium – eine Mädchenschule

 

Seit seiner Gründung 1911 hat das St.Joseph - Gymnasium viele Wandlungen durchgemacht und sich den Herausforderungen der sich verändernden Gesellschaft gestellt. Unsere eigenen Erfahrungen und neuere Forschungsergebnisse bestärken uns auch künftig an dem Konzept einer Mädchenschule festzuhalten.

 

Dieses Profil erlaubt es uns, auf geschlechtsspezifische Unterschiede beim Lernen besonders einzugehen. Die Schülerinnen erhalten dabei mehr Aufmerksamkeit und werden so in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt, z.B. indem sie in Handlungsfeldern aktiv werden, die an koedukativen Schulen eher von Jungen übernommen werden. Wir wollen die Schülerinnen insbesondere in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern fördern und befähigen, das im Grundgesetz festgelegte Gleichheitsgebot selbstbewusst für sich als Recht in Anspruch zu nehmen.

 

In der Sekundarstufe I legen wir einen besonderen pädagogischen Schwerpunkt. Hier können die Mädchen die persönliche Sicherheit erwerben, mit der sie die koedukative Phase mit den Schülern des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in der Sekundarstufe II mit größerem Gewinn für sich selbst  durchlaufen. Sie werden damit auch auf die Anforderungen einer späteren Ausbildung oder eines Studiums vorbereitet.

 

Den Sprachen und den musischen Fächern kommt im Hinblick auf die soziale, emotionale sowie allgemeine intellektuelle Entwicklung der Mädchen ein besonderes Gewicht zu. Hier können wir an gewachsene Traditionen unserer Schule anknüpfen und sie weiterentwickeln.

 

Außerdem möchten wir die soziale Kompetenz der Mädchen weiter ausbilden. Wir führen deshalb vertrauensbildende Maßnahmen durch, üben den Umgang mit Konflikten und schaffen Raum für Austausch und Gespräch.  Die Schülerinnen sollen lernen, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit wahrzunehmen und sich zu engagieren. Eine Möglichkeit des Engagements für die Schulgemeinschaft ist für die Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 der Schulsanitätsdienst. Zur sozialen Kompetenz gehören auch die Stärkung der Ich-Erfahrung durch Teilnahme an Besinnungstagen, Meditationsangeboten und Selbstbehauptungskursen, der Erwerb von Qualifikationen zur Selbstdarstellung und Präsentation (Rhetorik-Übungen, Referate, Projekte, Vorführungen u.ä.). So entsteht eine Basis für fruchtbare Kommunikation innerhalb von Klassen und Gruppen.

 

Ein wichtiges Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist die individuelle Begleitung und Förderung unserer Schülerinnen bei besonderen Begabungen und bei Leistungsschwächen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Eltern, Ehemaligen und außerschulischen Organisationen und Institutionen.

 

 

Eine Erziehungsgemeinschaft von Lehrern, Lehrerinnen, Eltern und Schülern/Schülerinnen

 

 

Im Erzbischöflichen St. Joseph - Gymnasium arbeiten Eltern, Lehrerinnen und Lehrer zum Wohle des Kindes zusammen. Die Schülerinnen und ihre Eltern haben sich wie die Lehrkräfte bewusst für diese Schule entschieden. Wir gehen daher von einer weitreichenden Übereinstimmung in den grundlegenden Zielen aus. Erziehungsziele, wie sie in diesem Programm zum Ausdruck kommen, sollten deshalb von Eltern und Lehrern gemeinsam unterstützt und angestrebt werden.

 

Das Primat der Erziehung liegt bei den Eltern, mit denen die Schule  in gegenseitigem Vertrauen zusammenarbeitet. Lehrkräfte und Eltern pflegen einen persönlichen Kontakt und nutzen die Möglichkeiten zum Gespräch miteinander. Ein offener Dialog, der von Akzeptanz und Fairness geprägt ist, schließt ein, dass bei etwaigen Konflikten zuerst mit den Betroffenen gesprochen wird. Die Schule erwartet, dass die Eltern ihre Kinder darin unterstützen, den gemeinsamen Erziehungszielen positiv gegenüberzustehen und je nach Alter und Fähigkeiten aktiv zu deren Verwirklichung beizutragen.

 

Wir setzen bei den Schülerinnen insbesondere eine Bereitschaft zum Lernen und Arbeiten voraus, die der Schule grundsätzlich Vorrang vor anderen Aktivitäten einräumt. Zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und zur positiven Gestaltung des Schullebens gehört auch die Bereitschaft, sich über den Unterricht hinaus - insbesondere in sozialen Zusammenhängen und in der Gremienarbeit - zu engagieren.

Eltern, die die Möglichkeiten zur Mitarbeit intensiv wahrnehmen, sei es in Gremien oder im Rahmen außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. in Arbeitsgemeinschaften, als native speaker in Konversationsgruppen, in Medienzentrum und Schulkiosk, bei Großprojekten von Chor, Orchester und Schauspiel oder bei der Berufswahlorientierung , bereichern das Schulleben. Es ist auch erwünscht, dass die Eltern die Öffnung der Schule nach außen unterstützen, fördern und mit ihren beruflichen Möglichkeiten begleiten.

Der Fördererverein bietet unserer Schule die Möglichkeit den Schülerinnen zusätzliche unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote zu eröffnen. Wir freuen uns daher über eine breite Unterstützung des Vereins durch die Elternschaft.

 

Kreatives Lernen und Förderung der Kreativität

 

Wir erachten es als notwendig, kreatives Lernen als Unterrichtsmethode und als Ziel des Lernprozesses in allen Fächern anzustreben.

 

Der Mensch ist mehr als ein kognitiv - intellektuelles Wesen.  Eine Schule, die dem ganzen Menschen gerecht werden will, kann sich nicht nur auf reine Wissensvermittlung beschränken. Wir wollen deshalb projektorientiertes, problemorientiertes und fächerübergreifendes Lernen fördern.

 

Wir gehen weg von der einseitigen Lehrerzentrierung und ermutigen die Schülerinnen, ihre passive Konsumhaltung im Unterricht aufzugeben, um die eigene Person und Sachinhalte angemessen darzustellen. Dazu gehört auch, dass sie sich selbst relativieren und sich als Teil einer Gemeinschaft begreifen. Sie sollen sich dabei ihrer aktiven Rolle im Unterrichtsgeschehen und an der Institution Schule stärker bewusst werden und Verantwortung übernehmen. Durch die Einübung kreativer Methoden bauen die Schülerinnen ihre entsprechende Kompetenz auf bzw. entwickeln sie weiter. Das zeigt sich nicht nur in verbalen, sondern auch in nonverbalen und musisch-künstlerischen Ausdrucksformen.

Damit wollen wir die Schülerinnen in die Lage versetzen, alle ihre Lebensbereiche mit zu bestimmen und zu gestalten. Das schließt eine aktive Teilnahme am künstlerischen Leben mit ein. So eröffnet sich ihnen die Chance, sich selbst in ihrer Komplexität zu erfahren und ausgetretene Pfade zu verlassen.

 

 

Projektunterricht und Projekttage

 

Projektunterricht, Projekttage und Projektwochen bieten die Möglichkeit zu alternativem Unterricht und neuen Erfahrungen in der Schule. Soziales, emotionales und körperliches Lernen ist dort stärker möglich als im traditionellen Fachunterricht, in dem die durch den Lehrer vorgegebene Lernorganisation meist das Geschehen bestimmt. Einzelaspekte können leichter im Gesamtzusammenhang gesehen werden.

 

Projektunterricht hat neben der Verbesserung der methodischen Kompetenz und der Steigerung der rhetorischen Fähigkeiten der Schülerinnen mehrere pädagogische Ziele:

 

· Selbstorganisation und Selbstverwaltung:

Lehrer und Schüler machen sich gemeinsam sachkundig und planen den Ablauf.

· Situationsbezug: Probleme und Aufgaben stammen „aus dem Leben“, d. h. sie sind nicht einseitig fachwissenschaftlich gebunden.

· Interesse der Beteiligten: Es ist entweder bereits vorhanden oder es entwickelt sich im Verlauf der Handlungserfahrungen im Projekt.

· Gesellschaftliche Praxisrelevanz: Im Idealfall greift das Projekt in lokale oder regionale Entwicklungen ein.

· Produktorientierung: Das Ergebnis ist häufig in irgendeiner Weise präsentierbar und sinnlich erfahrbar.

· Einbeziehung vieler Sinne: Kopf, Gefühl und möglichst viele Sinne werden beansprucht.

· Soziales Lernen: Gegenseitige Rücksichtnahme, Unverzichtbarkeit von Kooperation führen zur Kommunikation der Schülerinnen untereinander und mit dem Lehrer.

· Interdisziplinarität: Ein Problem wird von seinem komplexen Lebenszusammenhang her begriffen und nicht allein von verschiedenen Fachdisziplinen her.

 

 

 

Projektunterricht

 

Fächerübergreifender Projektunterricht findet als Teil des regulären Unterrichts während des gesamten Schuljahres statt. Dies geschieht im Sinne der aktuellen Richtlinien bereits innerhalb der einzelnen Unterrichtsfächer. Außerdem werden Phasen von fächerübergreifendem Unterricht innerhalb einer Klasse geplant. Z. B. vereinbaren Kolleginnen und Kollegen auf der Grundlage von Themenvorschlägen der Fachkonferenzen, wann, zu welchem Thema und unter Einbeziehung welcher Fächer dieser Parallelunterricht stattfinden soll. 

 

 

Projekttage und Projektwochen

 

Projekttage und Projektwochen finden in der Regel alle zwei Jahre statt. Bei der Wahl eines gemeinsamen Oberthemas und der langfristigen Planung werden die Schülerinnen von Anfang an eingebunden. Auf ausführliche Dokumentation wird genauso geachtet wie auf die Präsentation der Ergebnisse und auf eine nachträgliche Auswertung.

 

 

Pädagogische Schwerpunkte

 

  • der Orientierungsstufe

Der Neubeginn am Gymnasium stellt die Schülerinnen vor vielfältige Anforderungen. Wir wollen diesen Prozess intensiv begleiten und tauschen uns daher in Klasse 5 mit den jeweiligen Grundschullehrerinnen und –lehrern aus (wechselseitige Hospitationen, Teilnahme an Erprobungsstufenkonferenzen). Da die Schülerinnen aus den Grundschulen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, nutzen wir die fünfte und sechste Klasse, um eine einheitliche Lernbasis zu schaffen.

 

Um den Schülerinnen den Übergang zu erleichtern und Ängste abzubauen, fördern wir behutsam die Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen. Dazu gehören das Einüben von Arbeitsorganisation und Zeiteinteilung ebenso wie die Nutzung von verschiedenen – auch elektronischen - Informationsquellen. So soll die Selbstorganisation des Lernprozesses, das „Lernen lernen“, trainiert werden. Unser Ziel ist es, Strukturen für effektives Lernen zu schaffen, in denen sich  Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und –fähigkeit entwickeln können. Wir wollen das Selbstwertgefühl der Schülerinnen stärken und sie ermutigen, Erfolge und Misserfolge im Lernprozess gleichermaßen konstruktiv zu verarbeiten.

 

Beim Zusammenwachsen der neuen Klasse soll eine Gemeinschaft entstehen, in der die Einzelnen sich akzeptiert und aufgehoben wissen. Dazu ist es notwendig, die Bedeutung von Höflichkeit, Respekt und Toleranz zu begreifen und Regeln für den Umgang miteinander und Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln. Es bietet sich an, diese Regeln bei der Gestaltung der unmittelbaren Lernumgebung in der Klasse oder außerunterrichtlichen Aktivitäten zu erproben.

 

Während der Orientierungsstufe findet ein engmaschiger Austausch zwischen den in einer Klasse eingesetzten Lehrern statt, so dass am Ende eine fundierte Aussage über die Schultypeignung jeder einzelnen Schülerin getroffen werden kann.

 

 

  • der Sekundarstufe I (Klassen 7 – 10)

In unserer pädagogischen Arbeit in der Sekundarstufe I berücksichtigen wir, dass in dieser Altersstufe aus lernpsychologischer Sicht besonders deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, dass es in diesem Alter erhebliche entwicklungspsychologische Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt und dass Mädchen in der Pubertät eher mit Verunsicherung reagieren.

Neben der bestärkenden Erziehung besonders in Mathematik und den Naturwissenschaften schaffen wir auf der sozial-emotionalen Ebene besondere Möglichkeiten für Präsentation und Selbstdarstellung ( Rhetorikübungen, Referate, Projekte, Theater, musikalische Vorführungen, Tanz und Sport ) und Bewerbungstraining. Wir ermutigen die Schülerinnen zur Teilnahme an Wettbewerben und Austauschprogrammen (auch als Vorbereitung für spätere, längere Auslandsaufenthalte). Besonders im Hinblick auf Schülerinnen, die nach der Sekundarstufe I eine Berufsausbildung beginnen wollen, führen wir orientierende Maßnahmen schon zu diesem Zeitpunkt durch.

 

Wir stärken die soziale Kompetenz der Mädchen z.B. durch Selbstbehauptungskurse und eine besondere Sensibilisierung für das altersspezifische Mobbingproblem.

 

 

  • Begabtenförderung

Das St. Joseph - Gymnasium bietet geeigneten Schülerinnen die Möglichkeit, das Abitur nach zwölf Jahren abzulegen. Die Lehrerinnen und Lehrer beobachten die Schülerinnen in der Sekundarstufe I unter dem Aspekt der Verkürzung der Schulzeit. Den Schülerinnen wird zu Beginn der Jahrgangsstufe zehn angeboten, mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres in die Jahrgangsstufe 11 zu wechseln. Diese Maßnahme wird von speziell eingerichteten Förderkursen begleitet.

 

 

  • der Sekundarstufe II

 

Die Situation der Schülerinnen zu Beginn der Oberstufe ist gekennzeichnet durch  neu zusammengesetzte, unterschiedliche Lerngruppen, durch Einbindung der Schüler anderer Schulformen und speziell am St. Joseph - Gymnasium durch die nun einsetzende Koedukation mit dem Vinzenz - Pallotti - Kolleg. Wir tragen dem Rechnung, indem wir kommunikative Strukturen und ein gutes Arbeitsklima in den Kursen fördern. So werden die Voraussetzungen für effektives Lernen und  die von uns erwarteten Leistungen geschaffen.

 

In der Sekundarstufe II gewinnt die Erziehung zur Selbstständigkeit eine neue Qualität. Diese Fähigkeit soll den Schülern als persönliches Entwicklungsziel und in ihrer Bedeutung für Studium und Arbeitswelt besonders bewusst  werden. Selbständigkeit in der wissenschaftlichen Arbeit wird z.B. im Erstellen der Facharbeit in Jahrgangsstufe 12 eingeübt.

 

Die Übernahme von sozialer Verantwortung und sozialem Engagement wird  eingefordert durch die verpflichtende Teilnahme an einem dreiwöchigen Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 11, das von vielen Schülerinnen auch im Sinne eines Berufspraktikums genutzt wird. Es wird von vielen Lehrerinnen und Lehrern unterstützt und begleitet.

 

Individuelle Unterstützung erfahren Schülerinnen, die nach einem Auslandsaufenthalt an das St. Joseph - Gymnasium zurückkehren, und die Schülerinnen, die sich für eine verkürzte Schullaufbahn entschieden haben.

 

 

 

Sexualerziehung

 

Die Sexualität ist eine Grundgegebenheit des menschlichen Lebens und prägt den Menschen in seiner gesamten Persönlichkeit, seinem Fühlen, seinem Denken und seinem Handeln. Verantwortung vor Gott und den Menschen sowie Achtung vor der Schöpfung machen die sittliche Verantwortung des Menschen und seine Würde aus.

 

Sexualität soll authentischer Ausdruck einer Liebe sein, die sich verantwortlich weiß für den anderen und die eigene Person; dazu gehört auch der verantwortete Umgang mit der Fruchtbarkeit. Dabei müssen sich Handlung und innere Haltung entsprechen.

 

Der Anspruch eines Heranwachsenden auf moralische Erziehung begründet den Auftrag auch zur Sexualerziehung. Eine kind- und werteorientierte Sexualerziehung durch Elternhaus und Schule, die Werte- und Lebensorientierung gibt, ist notwendig, damit die jungen Menschen zu einer persönlichen Lebensgestaltung finden können.

 

Dabei gehen die katholischen freien Schulen davon aus, dass die Sexualerziehung zunächst in der Intimität der Familie stattfindet, die zu schützen und zu bewahren ist.  Die enge Zusammenarbeit zwischen unserer Schule und Elternhaus findet daher besonders in diesem Bereich der Erziehung ihren Ausdruck. Die Eltern werden umfassend über die geplante Sexualerziehung informiert, erhalten Gelegenheit ihre Erwartungen einzubringen und werden zu einem engen Meinungsaustausch mit den Lehrern/Lehrerinnen eingeladen.

Die Sexualerziehung wird als ganzheitliches Konzept verstanden, das sich durch verschiedene Fächer und Entwicklungsstufen zieht. Zur Zeit wird sie in den Fachunterricht der Klassen 6 und 8 eingebunden. Dabei wird der entwicklungspsychologischen Situation der Heranwachsenden besonders Rechnung getragen. Wir sehen in der Tatsache, dass wir in der Sekundarstufe I einen an den geschlechtsspezifischen Bedürfnissen der Mädchen orientierten Unterricht gestalten können, eine große Chance.

 

 

 

Klassen- und Kursfahrten

 

Das Fahrtenprogramm versteht sich als ein Beitrag zur Umsetzung unserer pädagogischen Ziele. Im Vordergrund stehen hierbei die Stärkung der Gemeinschaft, der außerschulische Wissenserwerb und – im Rahmen der Besinnungstage – die Förderung der Entwicklung der Persönlichkeit. Alle Fahrten werden altersgerecht gestaltet.

 

Klasse 5:

Klassenfahrt im 2. Halbjahr, drei Tage

 

Klasse 7:

Fahrt mit einer Übernachtung nach Aachen und Köln im Rahmen eines fächerübergeifenden Projekts (bspw. der Fächer: Religion, Geschichte, Kunst); Besuch der Aachener Domschatzkammer, des Domes und des Kölner Domes; seelsorgerische Begleitung

 

Klasse 8: - Austausch /(Frankreich)

- einwöchige Klassenfahrt mit einem körperlich-sinnlich-sportlichen Schwerpunkt unter der pädagogischen Perspektive: Gesundheits- und Naturbewusstsein entwickeln und fördern;

Die Schülerinnen sollen vielfältige Erfahrungen in neuen Bewegungsfeldern sammeln, die ihnen außerhalb der Schule weniger oder gar nicht zugänglich sind. Möglichkeiten der Umsetzung: Wandern, Fahrradfahren, Klettern, Skifahren, Segeln, Rudern, Inlinerfahren und Bewegungskombinationen aus den Sportarten  

 

Klasse 9:

Die Jgst. 9 fährt gemeinsam zu den religiösen Besinnungstagen, die Teilnahme ist verpflichtend. Die Orientierungstage erstrecken sich über 4-5 Tage, begleitet werden die Schülerinnen durch ihre KlassenlehrerInnen nach Vallendar in ein -von Pallottinern geleitetes- Tagungshaus. Dort wählen die Schülerinnen ein Schwerpunktthema aus, mit dem sie sich, unabhängig von ihren Klassen, in Gruppen von ca. 15 Teilnehmerinnen auseinandersetzen. Über diese inhaltliche Arbeit hinaus werden morgendliche Andachten, Vespern, Meditationen angeboten, die Teilnahme am abschließenden Gottesdienst ist für alle verpflichtend..

 

Klasse 10: - Austausch (England)

 

dreitägige Klassenfahrt mit dem Schwerpunkt: politisch-historische Bildung (z. B. Berlin, Weimar, Frankfurt)

 

Jgst. 13: - Studienfahrt (acht Tage)

 

Jgst. 13: - Besinnungstage (drei Tage)

 Für die Schülerinnen der Oberstufe (Jgst. 12 oder 13) besteht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Angeboten einen Schwerpunkt zur Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Geschichte / Zukunft zu wählen, bspw.:

- Suche nach dem Sinn / religiöse Orientierung (Tagungshaus)

- Christ-Sein in Gesellschaft und Politik (Tagungshaus)

- Kunst und Religion ( Selbstversorgerhaus / kreative Arbeit)

- „Der Weg ist das Ziel“ (Selbstversorgerhaus / Meditationen, Gespräche, Wanderungen)

- Klösterliches Leben (Aufenthalt in verschiedenen Klöstern)

Die Schülerinnen sind drei bis fünf Tage unterwegs und werden dabei jeweils von einem Lehrer/ einer Lehrerin begleitet.

 

Der finanzielle Rahmen der Fahrten wird durch die Schulkonferenz festgelegt.

 

 

 

Die einzelnen Unterrichtsfächer

 

 

Sprachlich - künstlerischer  Bereich:

 

Kunst und Musik – Literatur und Theater

 

Der künstlerische Fachbereich ist besonders geeignet, neben den intellektuellen Fähigkeiten die kreative, soziale und emotionale Entwicklung der Mädchen durch die verschiedenen Schwerpunkte der einzelnen Fächer zu fördern, die diesen Fachbereich konstituieren. Damit schaffen wir einen wichtigen Beitrag zu einer ganzheitlichen und die Schulzeit übergreifenden Persönlichkeitsentwicklung der Mädchen.

 

Im Rahmen einer intellektuellen Schulung lernen die Schülerinnen, Form und Struktur von Kunstwerken, Prozessen und Materialien zu erfassen und eine eigene ästhetische Urteilsfähigkeit zu entwickeln. Durch Einblicke in Epochen und Stile wollen wir ihnen das eigene Kulturerbe bewusst machen. Wir beziehen außereuropäische Kulturen und deren Einflüsse auf unsere Kultur dabei mit ein und schaffen so ein globales Kulturbewusstsein. Die Mädchen werden zur kreativen Umsetzung der Unterrichtsinhalte angeleitet; so wird ihnen der Raum für eine selbstständige Entwicklung gestalterischer Prozesse gegeben, die in eigengeprägte Ergebnisse münden.

 

Diese Ziele setzen wir um, indem wir die Mädchen über eine intensive manuelle, stimmliche und gestalterische Schulung zu bewusster Körperwahrnehmung hinführen. Dies geschieht auch im Rahmen von fächerübergreifendem Unterricht mit individuellen Projekten sowie außerunterrichtlicher Projektarbeit in Chor, Orchester, Theater -, Tanz- und Textil-Arbeitsgemeinschaften.  Wir nutzen vielfältige Möglichkeiten zur Präsentation der Ergebnisse: Ausstellungen, Konzerte, Tanzfeste, schulübergreifende Projekte zusammen mit dem VPK: Theateraufführungen, Probenwochenenden, Konzertreisen, Großprojekte wie Opern-/Theateraufführungen unter Mitwirkung aller Fächer und schulübergreifende Projekte auf Stadtebene (Rheinbach-Rhinebeck (USA)-Exchange).

 

Auf diese Weise ist es uns in besonderem Maße möglich, die Persönlichkeit der Mädchen durch gemeinsame Verarbeitung von Erfolg und Misserfolg zu stärken, Eigeninitiative und Teamfähigkeit zu fördern und die Notwendigkeit von Arbeitsdisziplin deutlich zu machen.

 

Der künstlerische Fachbereich bietet im Besonderen die Möglichkeit, außerunterrichtliche Erfahrungen der Schülerinnen in den Unterricht zu integrieren und Kontakt zum Kulturleben unserer engeren und weiteren Region zu pflegen.

 

 

Deutsch

 

Das Fach Deutsch hat über den engeren fachlichen Rahmen hinaus eine zentrale Stellung im Erwerb grundlegender Fertigkeiten und Methoden.

Die Schülerinnen kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen an das St. Joseph - Gymnasium. Eventuelle Defizite können ausgeglichen werden. In der Orientierungsstufe erhalten sie eine besondere Förderung in Rechtschreibung und Grammatik; darüber hinaus unterstützen wir sie in der Entfaltung ihrer kindlichen Kreativität. Eine Förderung für Kinder mit Lese- Rechtschreibschwäche wird bei Bedarf angeboten. Im Sinne des Lernen-Lernens erhalten die Schülerinnen zu Beginn der Orientierungsstufe Hilfen zum eigenständigen Arbeiten. Außerdem werden ihnen Grundkenntnisse im Umgang mit Computer und Internet vermittelt.

 

Für die Schülerinnen der Mittelstufe sind verschiedene Formen fächerübergreifender Projekte vorgesehen. So nehmen z. B. die  Klassen 8 und 9 am Projekt des Bonner „Generalanzeigers“ (Schüler lesen Zeitung) teil, analysieren und verfassen Texte und setzen sich mit aktuellen Themen aus den verschiedensten Bereichen auseinander.

 

Theaterarbeit, die z.T. bereits in der Orientierungsstufe ihren Anfang findet, wird in der Mittelstufe intensiviert; in Zusammenarbeit mit der Jungen Theatergemeinde Bonn stellen wir ein spezielles St. Joseph-Abonnement für die Schülerinnen der Klassen 8 bis 13 zusammen. Über die in Klasse 9 obligatorische Unterrichtsreihe zum Thema Bewerbung ergeben sich Möglichkeiten vielfältiger Zusammenarbeit, z. B. mit Berufsberatern und Eltern.

 

Für die Klassen 10 bis 13 legen wir besonderen Wert auf die Schulung der Kommunikationsfähigkeit, z. B. in Form eines Rhetorik-Trainings.

Die Inhalte der  „Informationstechnologischen  Grundbildung“ stimmen weitgehend überein mit dem Europäischen Computerführerschein.

Damit wird auch eine Kompetenz vermittelt, die bei der Abfassung der Facharbeitenin Jahrgangsstufe 12 eingesetzt werden kann. In der Jahrgangsstufe 11 werden die Schülerinnen im Fach Deutsch und durch zusätzliche Informationseinheiten (außerhalb des regulären Unterrichts) auf die Facharbeit methodisch vorbereitet und an wissenschaftspropädeutisches Arbeiten herangeführt.

Das Fach Deutsch behält seinen zentralen Stellenwert auch im Unterricht der Oberstufe bei, ist nicht abwählbar und wird von vielen Schülerinnen als Leistungsfach gewählt.

 

Schülerinnen, die in der Jahrgangsstufe 12 statt Kunst oder Musik Literatur gewählt haben, haben hier die Möglichkeit, projektorientiert zu arbeiten.

 

 

Fremdsprachen

 

Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Italienisch und Griechisch

 

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Mädchen traditionell gerade in Sprache und Literatur Stärken haben.

 

Die Welt, in der unsere Schülerinnen (und Schüler) leben werden, ist in zunehmendem Maße von internationalen Verflechtungen bestimmt. Die jungen Menschen müssen verstärkt Kulturtechniken beherrschen und ein besonderes Verständnis für interkulturelle Zusammenhänge besitzen, um auf ihre zukünftige Rolle in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft angemessen vorbereitet zu sein.
Englisch wird ab Klasse fünf, Französisch ab Klasse sechs obligatorisch unterrichtet. Latein wird ab Klasse neun, Spanisch ab Klasse elf angeboten.
Im Regelfall besteht die Möglichkeit Französisch in der 11. Klasse neu zu beginnen. Als Arbeitsgemeinschaften werden angeboten Italienisch und Griechisch.

 

Fester Bestandteil des modernen Fremdsprachenunterrichts sind jährliche Schüleraustauschprogramme mit Großbritannien und Frankreich, die intensiv vor- und nachbereitet werden: Rueil-Malmaison bei Paris, Villeneuve-Les-Avignon, York, Bradford, Sevenoaks, Rhinebeck bei New York.

Wir fördern halb- und ganzjährige Auslandsaufenthalte unserer Schülerinnen an Schulen und in Betrieben. Bis zu zehn Prozent unserer Schülerinnen verbringen einen Teil der Jahrgangsstufe elf im Ausland.

 

Das Latinum als wichtige Hochschulqualifikation kann – wie auch das Graecum- in der Oberstufe erworben werden.

In Französisch können die Schülerinnen folgende Sprachprüfungen ablegen: DELF und DALF.

 

Besonders wichtig ist uns die Förderung der Internationalität der Schule. Daher bieten wir im fremdsprachlichen Bereich eine Vielzahl kultureller Angebote und Aktivitäten, wie z. B. Theateraufführungen und Rezitationsabende.

 

Mathematisch-naturwissenschaftlicher Bereich

 

Mathematik, Biologie, Chemie, Physik

 

In diesem Fachbereich üben wir mit den Schülerinnen naturwissenschaftliche Denkweisen ein und fördern ihre praktische Anwendung. Die Schülerinnen erfahren so einen experimentellen Zugang zur Welt. Dazu werden experimentelle Ergebnisse zunächst phänomenologisch ausgewertet, dann die zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten mathematisch erfasst.

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Die Arbeit mit reinen Mädchengruppen in Unter- und Mittelstufe bietet gerade für den naturwissenschaftlichen Unterricht den Vorteil, dass die Mädchen ihre Begabungen besser entfalten können. Dies belegen auch empirische Untersuchungen. Die in Unter- und Mittelstufe erworbene Kompetenz und das Selbstvertrauen bilden die Grundlage dafür, sich im gemischten Oberstufenunterricht zu behaupten. Außerdem werden die Mädchen ermutigt, ihren Beruf in einem breiteren Spektrum  zu suchen.

 

Abweichend vom allgemeinen Lehrplan des Landes NRW werden Physik und Chemie ( ab Klasse 8 ) und Biologie in der Mittelstufe durchgängig unterrichtet, um eine Kontinuität im Lernprozess zu erzielen. Darüber hinaus wird im Differenzierungsbereich Biologie/Chemie als Wahlkurs durchgeführt. Seit vielen Jahren werden in der Oberstufe regelmäßig Leistungskurse in allen naturwissenschaftlichen Fächern angenommen.

 

Ein breit gefächertes Angebot von Arbeitsgemeinschaften und die Teilnahme unserer Schule an Wettbewerben verstärkt unser naturwissenschaftliches Profil und ermöglicht eine Förderung besonders begabter Schülerinnen. Zahlreiche Kontakte und Praktika (z.B.  Fachhochschule Rhein-Sieg, Universität Bonn und Max-Planck-Institut sowie Industrieunternehmen) geben Impulse zur Berufsorientierung.

 

Unser christlich orientiertes Welt- und Menschenbild beinhaltet, dass wir uns auch in den Naturwissenschaften den ethischen Fragen unserer Zeit stellen, z.B. den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen fördern, die Einstellung zur Gentechnik reflektieren und Technologieabschätzungen vornehmen.

 

 

Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

 

Geschichte, Geographie, Sozialwissenschaften, Politik, Pädagogik

 

Das gemeinsame Ziel der Fächer Geschichte, Geographie, Sozialwissenschaften, Politik und Pädagogik im Rahmen eines problemorientierten historisch-politischen Lernens ist die Befähigung junger Menschen, in sozialer Verantwortung mit anderen zu kommunizieren und gemeinsam an der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben zu arbeiten. Es sollen Lernprozesse gefördert werden, in denen die Schülerinnen geographische, ökologische, politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge als Gefüge erkennen, das ihre Lebenswirklichkeit bildet. Dabei gilt, dass der Unterricht in der Sekundarstufe I an den persönlichen Lebenserfahrungen der Schülerinnen anknüpft. So werden auch komplexe und abstrakte Zusammenhänge leichter nachvollziehbar.

 

Im Mittelpunkt des Geschichtsunterrichts stehen der Mensch in seinen individuellen und gesellschaftlichen Bezügen sowie die Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Denkens und Handelns. Durch die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen gewinnen die Schülerinnen ein besseres Verständnis der historisch gewachsenen gesellschaftlichen Wirklichkeit, in der sie leben. Das soll sie befähigen, Zukunftsaufgaben kompetenter zu gestalten.

Gesichtspunkte für Schwerpunktsetzungen in der Sekundarstufe I sowie den Grund- und Leistungskursen sind der Aspekt der Anschaulichkeit (Beispiele aus dem persönlichen Lebensbereich der Schülerinnen und/oder der Region), Aktualitätsbezüge sowie Fragen der Relevanz.

 

Im Fach  Politik/Sozialwissenschaften liegt ein inhaltlicher Schwerpunkt auf der Vermittlung wirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer Zusammenhänge, da dieses Wissen unseren Schülerinnen den Einstieg in viele zukunftsorientierte Berufe ermöglicht. In diesem Zusammenhang findet auch ein regelmäßiger Einsatz von informationstechnologischen Medien statt.

Im Differenzierungsbereich wird das Fach Wirtschaft/Politik durchgeführt. In der Oberstufe wird ein Leistungskurs angeboten.

Wir nehmen seit Jahren regelmäßig und erfolgreich an Wettbewerben teil.

 

Im Fach Erdkunde liegt der Schwerpunkt auf der Umwelterziehung als Heranführung an einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Schülerinnen sollen Verständnis für die Ansprüche anderer Gruppen und Staaten entwickeln und für eine gerechtere Welt eintreten. Des Weiteren sollen sie das Bewusstsein von Zusammengehörigkeit innerhalb Europas entwickeln. Der facherübergreifende Charakter des Erdkundeunterrichts erstreckt sich auch auf die Zusammenarbeit mit dem EPA.

 

Das Fach Pädagogik gehört zum festen Bestand traditioneller Mädchenbildung und wird als Wahlfach in der Oberstufe unterrichtet; es kommt regelmäßig ein Leistungskurs zustande. Die Schülerinnen sollen dabei die Bedeutung der Erziehung für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung wahrnehmen und Erkenntnisse für den persönlichen Umgang mit Menschen gewinnen, die sich durch Alter, Herkunft, Verhalten oder Einstellung von uns unterscheiden können. Sie sollen begreifen, dass Kinder ein Recht auf eine liebevolle und gewaltfreie Erziehung in Familie und Gesellschaft haben und die Bedeutung persönlicher Zuwendung für eine positive Entwicklung schätzen lernen.

 

 

Sport

 

Der Schulsport soll in erster Linie der Gesundheit aller Schülerinnen durch regelmäßiges und gezieltes Training dienen. Dabei berücksichtigen wir besonders die haltungs- und kreislaufgeschwächten Kinder und Jugendlichen, deren Zahl in der heutigen Zeit bedrohlich zunimmt. Wir vermitteln sportbezogene Kenntnisse, Einsichten und Gewohnheiten, die eine gesunde Lebensführung ermöglichen.

Der Sportunterricht bietet unseren Schülerinnen die Möglichkeit, vielfältige neue Erfahrungen zu sammeln. Das Eröffnen neuer Bewegungsfelder und Sportbereiche fördert u.a. die Abenteuerlust und Experimentierfreudigkeit (z.B. Klettern).

Wir sehen im Vollbringen einer sportlichen Leistung eine hohe Bedeutung für die personale Entwicklung. Die meistens sofortige Rückmeldung über Erfolg oder Misserfolg macht im Sport die Erfahrung der eigenen Lern- und Leistungsfähigkeit und ihrer sozialen Bewertung besonders anschaulich. Die Schülerinnen erleben dabei die Bedeutung von Anerkennung, Miteinander und Fairness.

Wir sehen deshalb auch im Sport ein hervorragendes Übungsfeld für die Entwicklung eines angemessenen Selbstbewusstseins.

Sportfeste, Schülermannschaften, Kreismeisterschaften und das Erzbischöfliche Sport- und Spielefest ermöglichen den Mädchen Einsichten und Erleben von Wettkampfsituationen. Darüber hinaus leisten diese Veranstaltungen einen Beitrag zur Identifikation mit unserer Schule.

Da wir nicht koedukativ unterrichten, ist es unser Anliegen, besonders auf die Bedürfnisse und Wünsche der Mädchen einzugehen. Hierbei spielen die Bereiche Gymnastik / Tanz eine besondere Rolle, die in unserem Unterricht und bei der Präsentation innerhalb der Tanzfeste zum Ausdruck kommt.

Des Weiteren bieten wir für unsere Mädchen Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse an. Innerhalb des Sportunterrichts und der zahlreich angebotenen Arbeitsgemeinschaften sollen Kreativität, körperliche Ausdrucksfähigkeit und Wahrnehmungsschulung ausgebildet werden.

 

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