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Welthungerhilfe berichtet über den Südsudan

 „Für eine Welt ohne Hunger“ – dafür setzt sich die Welthungerhilfe ein. Hawa Grund-Djigo informierte unsere Achtklässler sowie einen EF-Religionskurs über die Arbeit der Organisation, die ihren Sitz in Bonn hat, vor allem über die Flüchtlingshilfe im Südsudan. Die Veranstaltung am 6. April 2017 fand im Rahmen der Ausstellung „Zuhause kann überall sein“ statt; Petra Göb, Leiterin des Medienzentrums, hatte sie organisiert.

„Unser Ziel ist es, dass 2030 kein Hunger mehr in der Welt herrscht. Das ist ehrgeizig, das wissen wir“, erläuterte Hawa Grund-Djigo, gebürtige Senegalesin und seit zwölf Jahren in Deutschland. Als Ursachen für den Hunger in vielen Ländern nannte sie Krieg, Gewalt und Dürre – „dagegen können wir Menschen einiges tun“. So unterstützten Entwicklungshilfeorganisationen Länder mit Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel mit Trinkwasserversorgung, Saatgutverteilung oder indem sie Anbaumethoden vermittelten. Auch ein Demokratieverständnis zu entwickeln sei ihre Aufgabe, auch wenn man auch von außen die politische Lage nicht ändern könne.

Anhand von Bildern schilderte die Mitarbeiterin der Welthungerhilfe, wie ihre Organisation in einem Flüchtlingscamp im Südsudan aktiv ist. 250.000 Menschen leben dort derzeit, 90 Prozent sind Frauen und Kinder. Sie erhalten Kochgeschirr, Decken, Abdeckplane und Material zum Bau einfacher Latrinen. „Im Camp fühlen sie sich sicher – das ist für uns sehr wichtig“, so Grund-Djigo. Etwa die Hälfte der rund 14 Einwohner des Südsudans sei auf humanitäre Hilfe angewiesen, 2 Millionen Menschen befänden sich dort auf der Flucht. „Manche Länder benötigen unsere Hilfe mittlerweile nicht mehr. Das gibt uns Antrieb für unsere Arbeit.“

Die Klasse 8b unterstützte die Welthungerhilfe mit einem Kuchenverkauf in der Pause vor der Veranstaltung und nahm rund 160 Euro ein. Weitere Aktionen sollen folgen.