Klasse 9c besucht das ELDE-Haus in Köln

Nachdem wir uns im Geschichtsunterricht bereits seit einigen Wochen mit der NS-Zeit beschäftigt hatten, konnten wir mit unserer Exkursion zum ELDE-Haus nach Köln den Teilaspekt der nationalsozialistischen Terrorherrschaft eindrucksvoll vertiefen.

Das ELDE-Haus diente in den Jahren 1933 bis 1945 der Gestapo (der Geheimen Staatspolizei) als Hauptquartier für den Gau Köln, zu dem auch Rheinbach gehörte. Die oberen Etagen wurden von der Verwaltung und für Verhöre genutzt, die Keller dienten als Gefängniszellen, und im Hof fanden sogar Hinrichtungen statt.

Zur Vorbereitung der Exkursion hatten wir uns im Unterricht mit dem Schicksal von Gussie Adenauer beschäftigt, der Frau des früheren Kölner Oberbürgermeisters und späteren Bundeskanzlers. Nachdem ihr Mann aus der Internierung hatte fliehen können, wurde Gussie Adenauer im ELDE-Haus verhört und anschließend in Brauweiler inhaftiert, wo sie unter dem Eindruck des Verhörs einen Selbstmordversuch unternahm.

Wir fanden das schon schlimm genug, aber nach dem Besuch der Ausstellung, vor allem der Gefängniszellen im Keller, wurde uns klar, dass viele andere Menschen dort noch viel Schlimmeres durchmachen mussten: zunächst politische Gegner des NS-Regimes und, gegen Ende des Krieges, auch viele sogenannte „Fremdarbeiter“.

Wir wurden in zwei Gruppen durch das Haus geführt, zuerst durch die oberen Etagen und dann, als Abschluss, in den Keller, Den beiden jungen Frauen, die uns durch die Ausstellung führten, merkte man an, dass es ihnen ein Herzensanliegen war, uns zu vermitteln, wie schlimm und grausam die NS-Herrschaft für diejenigen war, die – aus Sicht der Nazis – nicht zur Volksgemeinschaft dazugehörten.

Die Eindrücke, die wir bei dieser Exkursion gewonnen haben, werden wir so bald nicht vergessen.

Der Eintritt in dieses NS-Dokumentationszentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs ist für Schülerinnen und Schüler übrigens frei. Wir empfehlem jedem, das ELDE-Haus einmal zu besuchen!

Lothar Bleeker und Julia Hüffel

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