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Lesung mit Monika Sobetzko in der Aula – „Wie ein Fisch im Baum“

Ally ist elf Jahre alt und kann weder lesen noch schreiben. Doch das darf niemand merken und so überspielt sie ihre Schwächen mit schlechtem Benehmen. In ihrer Klasse ist sie eine Einzelgängerin, ihre Mitschüler machen sich über sie lustig. Doch dann bekommt ihre Klasse einen neuen Lehrer…..

Monika Sobetzko, Schauspielerin und selbst Legasthenikerin, las am Dienstag, 5. Dezember, aus dem Jugendroman „Wie ein Fisch im Baum“ von Lynda Mullaly Hunt vor Schülerinnen und Schülern der Klassen 7, die sich von der Geschichte um Ally fesseln ließen und im Anschluss Fragen stellten.

Aus diesem Buch als „Betroffene“ für Schüler vorzulesen, das sei ein Projekt, das sie mit dem Verein „Rheinbach liest“ geplant hat, so erzählt sie. Die Lesung bei uns war für sie Premiere; sie sei sehr aufgeregt, da ihr das Lesen immer noch nicht leicht falle.

Sie erklärt den Kindern, was „Legasthenie“ bedeutet und spricht sehr offen mit ihnen über ihren Lebensweg, und dass sie mit Hilfe von Logopäden und viel Unterstützung durch die eigene Familie, vor allem aber mit sehr viel Übung und großem Arbeitseinsatz ihr Abitur geschafft hat.

Sie macht Mut und weist auf viele kreative Eigenschaften der von Lese- und Rechtsschreibschwäche betroffenen Menschen hin, wie starke Intuition und große Phantasie, macht aber auch sehr deutlich, dass großer Einsatz nötig ist.

Zitat aus dem Buch: „Jeder ist auf seine Weise klug. Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, er sei dumm.“