Lebewohl, Kapitän!

dsc_4640Das Segelmotto zog sich als roter Faden durch den Gottesdienst und den Festakt für unseren Schulleiter Hans Rieck, der von Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Leiterin der Hauptabteilung Schule/Hochschule des Erzbistums Köln, im Auftrag des Erzbischofs am 1. Juli  mit Wirkung zum 31. Juli 2016 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Fotos  von der Verabschiedung finden sie hier

In der Messe stand neben der Danksagung durch die Eucharistie das Gottvertrauen eines Seemanns im Mittelpunkt – in der Predigt von Pfarrer Bernhard Dobelke, Rheinbach, einem ehemaligen Schüler von Herrn Rieck am Bad Godesberger Aloisius-Kolleg, und der Übertragung von Psalm 23 in das „Gebet eines Seemanns“. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Schulseelsorger Pater Björn Schacknies, seinen Vorgängern Pfarrer Jan Opiela, Köln, und Pater Heinz-Willi Rivert, Vallendar, sowie Pfarrer Dobelke. Pfarrerin Gudrun Schlösser feierte den Gottesdienst ebenfalls mit.

Im Festakt ging es um die Position des Skippers bzw. des Kapitäns des Schiffes SJG, wenngleich Heidi Kaiser in ihrer Begrüßung zunächst auf den Baumeister Hans Rieck zu sprechen kam: „Baustellen – auch im übertragenen Sinne – haben unseren Alltag begleitet“, so die stellvertretende Schulleiterin, die Hans Rieck für viele Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit dankte.

Stefan Koch, Leiter der Abteilung Katholische Schulen in Freier Trägerschaft des Erzbistums Köln, verglich Riecks Führungsverständnis mit dem eines Skippers, der Stichworte gegeben, die Mannschaft auf ihre Plätze eingeteilt habe, bei starkem Seitenwind aber nicht zögern durfte, zu entscheiden

Bevor sie Hans Rieck die Entlassungsurkunde aushändigte, verlas Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke zwei Absätze aus dem Brief des Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki. Rieck habe die Attraktivität des SJG steigern können und sich um die erzbischöflichen Schulen verdient gemacht.

Stefan Raetz, Bürgermeister der Stadt Rheinbach, dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinbach, deren Basis viele Gespräche gebildet hätten. Anschließend stand wieder das Segel-Motto im Vordergrund: Cathrin Zimmermann und Kieran Didi (Jahrgangsstufe 10) orientierten sich in ihrer Rede im Namen der Schülerschaft an mitgebrachten Gegenständen: Kapitänsmütze, Kompass, Anker, Tau: „Schule ist ständig in Bewegung, sie benötigt einen fester Anker, um nicht von zentralen Werten abzukommen. Ein Tau hält die Schule zusammen und verhindert, dass das Schiff wegtreibt.“ Die Bade-Ente sollten als Symbol für die Schar schnatternder Enten an der ehemaligen Mädchenschule stehen. „Aber Jungen können das mindestens genauso gut“, erklärte Cathrin Zimmermann.

 Auch Dr. Jutta Gröschl, Elternpflegschaftsvorsitzende, griff das Kapitänsbild auf. Sie dankte Hans Rieck zudem für sein Engagement als Lehrer, der immer wieder Schülern oder ganzen Kursen half, Lücken in Mathematik zu füllen.

Michael Küßner sprach im Namen des Lehrerkollegiums und zitierte Hans Rieck: „Man muss den Ball flach halten“. Er legte den Satz hinsichtlich Riecks Führungsstil aus: Bei flachen Bällen müssen man Augenkontakt halten. Ein weiterer einprägsamer Satz Riecks sei gewesen: „Wir müssen auch runde Ecken zulassen.“ Dies sei erstaunlich für einen Mathematiker, zeige aber auch, wie er seine Schulleitung verstanden habe.

Helmut Kirfel, Schulleiter des VPK, der auch im Namen des Direktorenbezirks XIX seine Rede hielt, hob die seit 25 Jahren bestehende Kooperation der beiden Gymnasien hervor. „Es soll zusammenwachsen, was zusammengehört“ und auch „zusammen wachsen, was zusammengehört“, betonte er.

Für die Schulleiter im Erzbistum Köln sprach Ingrid Schulten-Willius, Schulleiterin der Erzbischöflichen Liebfrauenschule, Köln. Sie verglich Hans „Hennes“ Rieck mit einem „Wesen“, das sich nach seiner Enthüllung als das gleichnamige Maskottchen des 1. FC Köln herausstellte – und schenkte ihm die lebensgroße Ziegenbock-Skulptur für den Garten, allerdings mit Schalke-Schal.

dsc_4645

Das Schlusswort sprach Hans Rieck selbst, der feststellte: „Schulen brauchen einen starken Rahmen – materiell und ideell. Es braucht viele, um diesen Rahmen zu gestalten.“ Diesen vielen – Mitarbeitern, Kollegen, Eltern, Schülern, Schulträger und anderen – sprach er seinen Dank aus.

Für den Rahmen der Feierlichkeiten sorgten neben vielen anderen die Stufe 11, die die Gäste bewirtete, die Moderatoren Kerstin Clasen und Martin Kirchharz, eine Showtanzgruppe aus der Jahrgangsstufe 10 sowie das gemeinsame Orchester „sul ponticello“ von SJG und VPK unter der Leitung von Michael Küßner, das unter anderem Haydns Abschiedssinfonie aufführte.

„Nun zu guter Letzt“ sang zum Schluss ein Eltern-Lehrer-Chor mit Begleitung des Schulorchesters und unter der Leitung von Musiklehrer Herbert Vennemann: „Lebewohl, auf Wiedersehen!“

Kommentare sind geschlossen.