Genetischer Fingerabdruck aus der Mundschleimhaut

Labor2Ein Tag im Labor und dennoch in der Schule – das konnten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 erleben. Dr. Ina Siebenkotten und Dr. Dagmar Assadsolimani waren zum wiederholten Mal mit ihrem mobilen Labor „Science to Class“ zu Gast und leiteten die insgesamt fast 70 Nachwuchsbiologen der drei Biologie-Leistungskurse und einiger Grundkurse dabei an, ihren genetischen Fingerabdruck herzustellen.

 

Dieses Projekt fand am Freitag, 22.4., Montag, 25.4. und Dienstag, 26.4.2016 statt. Neben den Versuchsanweisungen erhielten die Schülergruppen vielfältige Einblicke in die Laborarbeit, außerdem informierten die beiden Biologinnen über mögliche Berufsbilder für die zukünftigen Naturwissenschaftler. Bei ihrem Experiment isolierten die Schülerinnen und Schüler DNA aus Zellen ihrer eigenen Mundschleimhaut, vermehrten sie in einem Thermocycler mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und analysierten sie mittels Gelelektrophorese, einem Verfahren, mit dem man Moleküle zur Identifikation voneinander trennen kann. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Frage, wo der genetische Fingerabdruck zum Einsatz kommt.

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„Was wir mit den Schülergruppen analysieren, sagt nichts über mögliche Krankheiten oder Charaktereigenschaften aus“, betonte Dr. Ina Siebenkotten. „Wir nehmen uns nur einen Genort vor; für einen Vaterschaftstest beispielsweise sind acht Orte nötig.“ Vielmehr gehe es darum, exemplarisch die Vorgehensweise kennen zu lernen und auf diese Weise an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen. Sie freute sich über die rege Mitarbeit der Elftklässler; die wiederum fanden die Zeit im Labor eindrucksvoll und erklärten: „So etwas kann man wiederholen!“

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI).

Weitere Infos: http://www.science-to-class.de/

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