Jugendbuchautor Christian Linker präsentiert aktuellen Roman

Linker1 „Dschihad Calling“ heißt das aktuelle Buch des Jugendbuchautors Christian Linker, aus dem er am Montag, 25. Januar 2016, vor Schülerinnen und Schülern der Oberstufe las. Der Leverkusener ging selbst auf eine katholische Schule, studierte Theologie und hat das Schreiben seit einigen Jahren zum Beruf gemacht.

Was treibt einen jungen deutschen Studenten zum Salafismus? Dieser Frage ist Christian Linker nachgegangen und einige seiner Recherche-Ergebnisse, verarbeitet im Roman, stellte er den Schülerinnen und Schülern vor. Der 18-jährige Jakob, Hauptfigur des Romans, ist fasziniert von Samiras Augen und macht sich auf die Suche nach ihr – mit Erfolg. Ihr Bruder Adil nimmt ihn auf, nachdem Jakob Streit mit seiner Freundin hatte, aus seiner WG ausgezogen und nach einer durchzechten Nacht ohne Papiere, Geld und Bleibe ist. Adil lebt anders, als Jakob es kennt, das fasziniert ihn. Und so lernt er immer mehr den Salafismus kennen. Mit dem Weihnachtsfest zu Hause kann er gar nichts mehr anfangen, er empfindet es als sinnlos, wohingegen der Islam ihm Halt gibt.

Woher er denn so gut Arabisch könne, lautete eine der Fragen an den Autor nach der Lesung. „Das sind Floskeln, die in den Videos der Salafisten immer wieder auftauchen“, erklärte Linker, der sich intensiv mit der Szene befasst hat. „Haben Sie denn alle Videos, von denen Sie geschrieben haben, auch angesehen?“, wollte ein Schüler wissen. „Ich habe mir viel angeschaut, aber nicht alles bis zum Schluss“, lautete Linkers Antwort. Die Videos im Roman seien eine fiktive Zusammenstellung, ähnliches gebe es aber sehr wohl im Netz.

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Dass sein Roman beim jungen Publikum gut ankam, freute den Autor sichtlich; es war für ihn die erste Lesung daraus vor Schülern, die auch nach der Arbeit eines Schriftstellers fragten. „Hatten Sie auch schon einmal eine Schreibblockade?“, lautete eine Frage. „Die Angst vor dem leeren Word-Dokument ist unbegründet. Ein gutes Konzept hilft, dann funktioniert es, dass man morgens mit dem Schreiben beginnt. Das ist ein ganz normaler Job“, so Linker.

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