Den Papst besucht

Durch Vermittlung und in Begleitung von Schulseelsorger P. Heinz-Willi Rivert SAC konnten 15 Schülerinnen und Schüler beim Besuch des Papstes in Erfurt auf dem Domplatz dem Gottesdienst mit dem Heiligen Vater in erster Reihe beiwohnen. Gemeinsam mit Pater Rivert und Schulleiter Hans Rieck hatten sie sich tags zuvor von Rheinbach aus auf den Weg und in Weimar und am KZ Buchenwald Station gemacht.

beim Papstbescuch

Beim Papstbesuch in Erfurt in erster Reihe: Schülerinnen und Schüler mit Schulseelsorger Heinz-Willi Rivert SAC und Schulleiter Hans Rieck

 

Bericht zweier Schülerinnen vom Papstbesuch:

„Am Freitagmorgen um 09:00 Uhr trafen wir uns am Parkplatz des VPK’s. Von dort aus starteten wir unseren Ausflug nach Erfurt. Nach einer knapp Fünfstündigen Fahrt, erreichten wir unser Hotel, indem auch mehrere Spezialeinheiten der Polizei wohnten. Nach einer Stunde Aufenthalt trafen wir uns wieder vor dem Hotel um zum Konzentrationslager Buchenwald zu fahren. Dort nahmen wir an einer Führung teil, die uns nahe legte, was die Menschen damals erleiden mussten, auf engstem Raum zusammengepfercht und ohne jegliche Möglichkeiten sich zu waschen oder eine Toilette aufzusuchen.  Unmittelbar daneben die extravaganten Anlagen der Aufseher. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, was uns alle nachdenklich machte. Dementsprechend war auch die Stimmung auf der Fahrt in die Innenstadt Weimars relativ bedrückt. In Weimar angekommen gönnten wir uns erstmal eine Original Thüringer Bratwurst. Die Führung war sehr interessant und brachte uns die Stadt und ihre Geschichte ein bisschen näher. Zum Beispiel erfuhren wir viel Wissenswertes über das Leben Goethes und Schillers sowie über das Leben im 18. Jahrhundert und während des zweiten Weltkriegs. Außerdem sahen wir Goethes Gartenhaus und erfuhren, dass nach dem Brand der Anna- Amalia Bibliothek im Jahre 2007 der ganze „Platz der Demokratie “ untergraben worden war, um dort eine unterirdische Bibliothek zu errichten. Nach der Führung kehrten wir in eine kleine Pizzeria ein und wärmten uns wieder auf. Zurück im Hotel ließen wir den Tag in unseren Zimmern ausklingen und gingen relativ früh schlafen (frühestens elf Uhr), da für uns der nächste Morgen um vier Uhr beginnen sollte.

Als wir uns bei einem leckeren Frühstück gestärkt hatten, fuhren wir um 04:45 Uhr zu einem Vorort von Erfurt und von dort aus mit der Straßenbahn weiter in die Innenstadt. Am Marktplatz angekommen machten wir uns auf den Weg zum Domplatz, wo wir durch mehrere Sicherheitsschleusen gehen und unseren Rucksackinhalt überprüfen lassen mussten. Außerdem bekamen wir unsere Platzkarten ausgehändigt. Da alles gut verlief, waren wir bereits um 05:30 Uhr auf dem Domplatz und nahmen am dort laufenden Vorprogramm teil. Wir hatten einen ziemlich guten Platz weit vorne bekommen, von dem aus wir sehr viel sehen konnten (Unter anderem wenig später auch den Papst in seinem Papamobil). Zum Vorprogramm gehörten die Auftritte mehrerer Chöre und Interviews mit kirchlich engagierten Menschen, die sich zum Thema des Papstbesuches äußerten. Dann, um 8:30 Uhr, war es endlich soweit: Der Papst machte sich mit dem Papamobil auf den Weg durch die Menge zum Altar. Nachdem er am Altar angekommen war, wurde er durch Weihbischof Reinhard Hauke begrüßt. Besonders berührt hat uns, dass sie Lesung von einem blinden Mann vorgetragen und dass die komplette Messe auch in Gebärdensprache übersetzt wurde, denn so wurden auch die körperlich benachteiligten Menschen integriert. Die darauf folgende Predigt des Papstes bezog sowohl die evangelischen Gläubigen als auch die Rolle des Glaubens der Kirche zu Zeiten der DDR mit ein und machte den Anwesenden Mut zum offenen Glauben. Alles in allem war die Messe wunderschön gestaltet und vorbereitet. Auch die Atmosphäre – das miteinander Beten und Singen zum Beispiel – war unglaublich und es stellte ein Erlebnis dar, welches man nicht so schnell vergessen wird!

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Burger King ging es dann mit der S- Bahn zurück zu unseren Autos und somit auch nach Hause. Die Rückfahrt verbrachten die meisten schlafend, sodass die Zeit relativ schnell verging. Um halb sechs erreichten wir nach viereinhalb Stunden Autofahrt mit einigen Stopps wieder den Parkplatz, wo unsere Eltern auf uns warteten.

 Katrin Kuhlmann und Franziska Glesius, Jgst. 11

 

 

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